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01.08.2011 | "Der Neue Tag"
Bekannte Hits im Mundart-Gewand
Konzert auf dem Marktplatz: „Blech on the rocks“ begeistern
zahlreiche Gäste
Wernberg-Köblitz (dma) „Sie hod an Pickl af da Nosn und traut se nimmer
aus´m Haus, sie kann se net entscheiden, lasst´n drin oder druckts´n
as...“: Lustige Texte in original Oberpfälzer Mundart, vertont von sechs
Blechbläsern und zwei Schlagzeugern und gewürzt mit humorigen Ansagen
standen beim ersten Wernberg-Köblitzer Marktplatzkonzert im
Mittelpunkt. Der Abend – präsentiert vom Kulturforum – mit der Gruppe
„Blech on the rocks“ war ein grandioser Erfolg.
Bei angenehmen Temperaturen waren alle Bänke besetzt und die Zuhörer amüsierten sich bei einer Maß
Bier und leckeren Brotzeiten köstlich über die talentierten Musiker. Die acht Jungs beherrschen ein
breites, nicht alltägliches Musikspektrum mit Stücken verschiedener Stilrichtungen aus aller Herren Länder
wie Jazz, Swing, Techno, Latin, Tango und Polka, wobei letztere durchaus aus der Südkaribik sein kann und
mit einer „Steeldrum“ untermalt wird.
Auf virtuose Art und Weise kam man in den Genuss von bekannten Liedern, die man normalerweise nicht
auf Blech hört. So wurde aus Carlos Santanas „Oye como va“ schon mal „Oiche kumma waa, mei boina han
so schwaar“ ein Lied, das „den Elan der Oberpfälzer widerspiegelt“. Die Zuhörer kamen auch erstmals in
den Genuss der Heavy-Metal-Version des Liedes „Heidi“, das so eigentlich vom AC/DC-Fan „Almöhi“
gewünscht war.
Mit 3000 Taktschlägen pro Sekunde wurde „Techno“ angekündigt – kurzerhand in „Blechno“ umbenannt.
Dabei war das Publikum aufgefordert, den Text dazu, bestehend aus dem Kinderreim „Das ist der Daumen,
der schüttelt die Pflaumen...“ mitzusingen. Als das „angeblich erotischste Stück der Welt“ angekündigt,
wurde auf glänzende Weise Ravels „Bolero“ interpretiert. Ein Musiker fand es aber alles andere als
erotisch: Er fände es nur „sauanstrengend“, teilte er dem Publikum mit.
Mit „A Bailar“, einem Stück „aus Mexiko oder Spanien oder so“, gehe es um den Bau eines Marktplatzes,
der, wie sich später herausstellte, zu hoch angesetzt worden war. In lustiger Weise wurde mehrmals auf
die Streitfrage in Bezug auf die Neigung des Wernberger Marktplatzes angespielt, der keine schlecht
Akustik habe.
Nach kurzweiligen knappen zwei Stunden wurde dem begeistert applaudierendem Publikum noch die erste
CD der Band „Lizenz zum Tröten“ angepriesen. Sie werde „trotz Griechenland und Finanzkrise nie an Wert
verlieren und kann so als sichere Altersvorsorge angesehen werden“, versprachen die Musiker ihren Gästen
abschließend.
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