Pressebericht 29.07.2011 Wernberg

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01.08.2011  |  "Der Neue Tag"

Bekannte Hits im Mundart-Gewand
Konzert auf dem Marktplatz: „Blech on the rocks“ begeistern zahlreiche Gäste

Wernberg-Köblitz (dma) „Sie hod an Pickl af da Nosn und traut se nimmer aus´m Haus, sie kann se net entscheiden, lasst´n drin oder druckts´n as...“: Lustige Texte in original Oberpfälzer Mundart, vertont von sechs Blechbläsern und zwei Schlagzeugern und gewürzt mit humorigen Ansagen standen beim ersten Wernberg-Köblitzer Marktplatzkonzert im Mittelpunkt. Der Abend – präsentiert vom Kulturforum – mit der Gruppe „Blech on the rocks“ war ein grandioser Erfolg.

Bei angenehmen Temperaturen waren alle Bänke besetzt und die Zuhörer amüsierten sich bei einer Maß Bier und leckeren Brotzeiten köstlich über die talentierten Musiker. Die acht Jungs beherrschen ein breites, nicht alltägliches Musikspektrum mit Stücken verschiedener Stilrichtungen aus aller Herren Länder wie Jazz, Swing, Techno, Latin, Tango und Polka, wobei letztere durchaus aus der Südkaribik sein kann und mit einer „Steeldrum“ untermalt wird.

Auf virtuose Art und Weise kam man in den Genuss von bekannten Liedern, die man normalerweise nicht auf Blech hört. So wurde aus Carlos Santanas „Oye como va“ schon mal „Oiche kumma waa, mei boina han so schwaar“ ein Lied, das „den Elan der Oberpfälzer widerspiegelt“. Die Zuhörer kamen auch erstmals in den Genuss der Heavy-Metal-Version des Liedes „Heidi“, das so eigentlich vom AC/DC-Fan „Almöhi“ gewünscht war.

Mit 3000 Taktschlägen pro Sekunde wurde „Techno“ angekündigt – kurzerhand in „Blechno“ umbenannt. Dabei war das Publikum aufgefordert, den Text dazu, bestehend aus dem Kinderreim „Das ist der Daumen, der schüttelt die Pflaumen...“ mitzusingen. Als das „angeblich erotischste Stück der Welt“ angekündigt, wurde auf glänzende Weise Ravels „Bolero“ interpretiert. Ein Musiker fand es aber alles andere als erotisch: Er fände es nur „sauanstrengend“, teilte er dem Publikum mit.

Mit „A Bailar“, einem Stück „aus Mexiko oder Spanien oder so“, gehe es um den Bau eines Marktplatzes, der, wie sich später herausstellte, zu hoch angesetzt worden war. In lustiger Weise wurde mehrmals auf die Streitfrage in Bezug auf die Neigung des Wernberger Marktplatzes angespielt, der keine schlecht Akustik habe.

Nach kurzweiligen knappen zwei Stunden wurde dem begeistert applaudierendem Publikum noch die erste CD der Band „Lizenz zum Tröten“ angepriesen. Sie werde „trotz Griechenland und Finanzkrise nie an Wert verlieren und kann so als sichere Altersvorsorge angesehen werden“, versprachen die Musiker ihren Gästen abschließend.